Logoleiste: Behindertenseelsorge im Erzbistum Köln
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Bilderfries mit Gesichtern

Seelsorge mit Menschen mit Sehschädigung


Ein Mann reibt sich vor Anstrengung unter seiner Brille die Augen.

Bartimäus und Jesus:
ein Vorbild für die Seelsorge mit Menschen mit Sehschädigung?

Kann die Geschichte von Bartimäus Vorbild für die Seelsorge für Menschen mit einer Sehschädigung sein? Ja und nein.
Ja, weil wir glauben, dass Jesu Umgang mit Bartimäus und anderen Aussätzigen der damaligen Gesellschaft bemerkenswert ist. Jesus hat nicht die Augen verschlossen vor Menschen, die nicht dem normalen Bild des Menschen entsprechen. Er ist auf sie zugegangen. Er hat sie nicht zu Sündenböcken gemacht. Er sah in ihnen nicht die von Gott Gestraften.
Jesus ist Menschen mit Behinderung von Mensch zu Mensch begegnet und nicht in einer „Mitleidshierarchie“, in der der sogenannte Gesunde oben, und der sogenannte Behinderte unten steht und Empfänger der Fürsorge ist.
Und nein, weil SeelsorgerInnen Menschen nicht gesund machen können. Wir können Menschen nicht sehend machen. Die Heilungsgeschichten stehen in einem speziellen theologischen Zusammenhang: sie sollen Jesus als den Sohn Gottes vor der Welt legitimieren. Besonders im Johannesevangelium sagt Jesus mit einem traurigen Unterton: „Wenn ihr mir schon nicht glaubt, dann glaubt wenigstens wegen der Zeichen, die ich wirke.“